Styrodur kommt heute zwischen die Sparren zur Dämmung. Ohne wird es kalt und das sollte es nicht. Es ist einfacher, Styrodur von oben zwischen die Sparren zu klemmen und danach die Schalung aufzubringen. Es ist schweinekalt, aber sonnig. Mein Angetrauter möchte bis Heilig Abend das Dach zu haben. Sprich.. Schalung und Folie müssen drauf, damit die Mauern und die Bodenplatte endlich Zeit zum trocken haben.
An der Gartenseite ganz oben auf der Giebelwand müssten noch Steine hin. Schwierig da ran zukommen… vor allem, wenn man abends alleine ist. Aber mein Mann ist clever und statt Stein nimmt er Styrodur. Leichter zu händeln und hat ne super Wärmedämmung.
Mann auf dem FirstBlick von der Straßenseite
Als Nächstes geht es mit der Dachschalung weiter. Bald ist der Bau dicht und alles kann in Ruhe trocknen.
Heute werden die Sparren gezimmert und der Dachstuhl wird heute fertig. Wir haben Glück und das Wetter spielt mit. Gestern wurde es kurz mal windig und ein Balken begann am Kranhaken zu rotieren, was nicht ganz ungefährlich ist, aber “et hät noch jot jejange“
Balken mit Ausschnitt für das DachflächenfensterSicht von der Galerie ausBlick aufs Dach
Es ist ein komisches Gefühl, wenn man vor dem, wovon man sehr lange geträumt hat, steht. Natürlich bin ich nun sehr gespannt drauf, wie es mit dem Schiefer aussieht oder schon mit Fenstern, aber es wird greifbarer. Mir wird klar, dass der Einzug nicht mehr nur ein undefinierbarer Zeitpunkt ist, sondern tatsächlich immer näher rückt.
Es geht los… endlich! Mein Haus bekommt eine neue Mütze. Ich hab mir diesen Tag schon lange herbeigesehnt. Vorbei sind die Sorgen, wenn das Wetter Kapriolen schlägt, es tagelang stürmt oder pausenlos regnet.
Schlafempore in der EinliegerwohnungWintergarten wird aufgestelltBlick vom First ins Esszimmer
So oft habe ich mich gefragt, wie es wohl sein wird, wenn ich in dem neuen großzügigen Wohn- und Esszimmer stehe und in den Dachstuhl blicke. Erschlägt einen der Anblick? Wirkt es kalt oder zu groß? Nun ja… jetzt muss ich damit leben und ganz ehrlich… ich freu mich darauf!
Balken passt ins “Loch“Ende Tag 1
Heute wurde das Tagesziel erreicht. Schlafempore, Wintergarten, Fensterrahmen im Bad, Firstbalken und einen Teil der Sparren können wir am Abend bewundern. Ich stelle fest, dass unser Hof ein ganz und gar neues Gesicht bekommt.
… in der Wand läßt meinen Mann nicht schlafen. Morgen ist es soweit und der Dachstuhl wird aufgeschlagen. Ich merke schon den ganzen Tag, dass Männe sich Sorgen macht. Klappt alles? Passt alles? Die Stunde der Wahrheit ist nicht mehr weit. Ich mache mir keine Sorgen, denn ich weiß, dass alles reibungslos funktioniert! Er hat die Höhen und Maße genau mit dem Zimmermann geplant, festgelegt und mehrmals kontrolliert. Sie sind Stunden auf dem Gerüst und der Baustelle mit Laser rumgeklettert und haben alles in den Plan eingetragen. So genau und akribisch, wie mein Mann ist, kann nix schief gehen.
Was es mit dem Loch auf sich hat? Genau da, muss der Firstbalken ins alte Gebäude hineingeschoben werden. Passt er nicht, passt auch der Rest nicht… also Daumen drücken.
Loch in der Wand – Verbindung zwischen Alt und NeuGerüst wird noch umgebautAlles startklar!
Nachmittags kommt der Gerüstbauer und baut noch ein paar Dinge um, damit die Zimmermänner morgen auch wirklich überall sicher dran kommen und ihnen nichts passiert.
War einer von euch schonmal in einer Zimmerei? Falls ihr baut und die Gelegenheit habt zu sehen, wie euer Dachstuhl zugeschnitten wird, dann hin! Ich bin ja eher der Typ Frau, den mein Schatz mit einer Werkzeugtasche oder einem Besuch im Baumarkt mehr Freude machen kann, als Klamotten zu shoppen. Daher bin ich auch ganz aufgeregt, als es heute in die Zimmerei geht, um zu sehen, wie unser Dachstuhl gefertigt wird.
Da freuen sich aber zweiIch und mein HolzHolzbalkenzuschneidemaschine oder so…Der Dachstuhl auf dem Plan
Ich staune nicht schlecht, denn hier geht fast alles automatisch. Damit wenig Verschnitt anfällt, berechnet der Computer genau die Reihenfolge, in der die Balken geschnitten und gesägt werden. Total faszinierend… jedenfalls für mich. Ein Balken kommt an, wird auf Länge gesägt, dann wird der Auflagepunkt für den Sparren auf der Fußfette gefräst. So kommt ein Balken nach dem anderen dran. Abbundmaschine heißt es… habe ich mir nachher sagen lassen.
Der erste Stahlträger schwebt ins Haus, auf dem die Galerie aufliegen soll. Ich glaube, man sieht ihn sogar in Polch durch die Luft fliegen und ich würde gerne aus seiner Perspektive auf unseren Bau schauen. Wie mit Google Earth.
SchwebebalkenDa sitzt der Träger unter der GalerieSchwebebalken IIGalerie und der zweite StahlträgerDecke über der WerkstattAlles neu, statt Kappendecke
Der zweite Stahlträger dient dazu, den Dachstuhl abzustützen. Eigentlich sollte dort eine dicke, vertikale Stütze die Dachlast auffangen. Ein Pfosten Mitten im Wohnzimmer? Ich finde, er hätte das tolle Raumgefühl gestört und überhaupt, wie sollte man da gescheit eine Couch hinstellen… ähhh ne… das möchten wir nicht! Jetzt haben wir eine gute Alternative – der Balken ist hoch oben, stört nicht und man kann ne ganz tolle Beleuchtung dran hängen. Oder Deko? An Weihnachten Kugeln, an Ostern Eier, an Karneval… ich schweife ab. Das will Mann bestimmt noch nicht hören.
Unser Dachstuhl kommt bald! Vorher muss noch die Galerie und die neue Decke im alten Stall eingebaut werden. Sprich, die alte und sehr marode Kappendecke muss weg. Sie ist meiner Meinung nach einsturzgefährdet und ich habe mich noch nie wohl gefühlt, darauf rumzulaufen. Wenn wir das ganze Haus schon um- und neubauen, dann richtig!
Alte Deckeschon halb wegTatsächlich Eisenbahnschienen
Was von der Decke übrig geblieben ist, sind alte Eisenbahnschienen. Ja, so hat Männe auch geguckt. Wer weiss, wo sie abgefallen sind. Vielleicht beim Erneuern der Gleise hier in der Nähe, als auf dem Radweg noch die Eisenbahn fuhr? Sie erfüllten jedoch ihren Zweck und dürfen es weiterhin tun.
Parallel zu den Aussenarbeiten gehts im Haupthaus mit dem Küchenboden weiter. Leider können wir die alten Dielen nicht erhalten. Sie sind total morsch und unansehnlich. Selbst abschleifen würde da nicht mehr helfen.
Unter dem Boden kommt eine dicke Schicht Dreck und Erde zum Vorschein. Darunter befindet sich das Kellergewölbe.
Unter den alten Dielen……können wir nun Kartoffeln pflanzen.
Ein Bild und eine kurze Nachricht per Handy „Schatz, wir können direkt in der Küche Kartoffeln anbauen!“ erfreuen mich nicht wirklich!
Das Betonauto rollt zum zweiten Mal auf den Hof. Unser Gebäude hat nun ein ganz anderes Gesicht. Die Mauern über Garage und Werkstatt sind gut 1 m höher als vorher und auch die Wände im Wohn-/Esszimmer, wie auch im Bad stehen nun.
Rüssel in die Schalung halten……auch ganz hoch oben……und alles sorgfältig kontrollieren
Habe ich schon erwähnt, dass ich einen wirklich genialen Bauarbeiter geheiratet habe? Ja? Er hat die benötigte Betonmenge bis auf 2 Eimer genau ausgerechnet, was bei dem Ringanker gar nicht so einfach ist. Respekt!!
für die Bewehrung. Jede Menge davon kommt heute in die fertige Schalung für den Ringanker. Bei schönem Wetter fällt es auch leichter, unter freiem Himmel zu arbeiten. Es geht langsam aber sicher auf den Winter zu und wir liegen gut in unserem Zeitplan.
Eisen und kein EndeGiebelwand zum GartenBlick in die EinliegerwohnungWieder Nachtarbeit
Seit der Zeitumstellung ist es mal wieder viel zu schnell dunkel. Ich hasse es! Man hat das Gefühl, 17:30 Uhr wäre schon tief in der Nacht. Im Sommer kann man um 21 Uhr noch arbeiten und braucht kein künstliches Licht!
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„Wenn Du Dinge haben willst,
die andere nie haben werden,
musst Du bereit sein, Dinge zu tun,
die andere nie tun würden.“
Wir wissen, was in den nächsten Jahren an Arbeit, Schweiss und Zweifeln auf uns zu kommt. Manches Mal werden wir auch auch verzweifeln, wenn wir vor Dreck, Schutt und einem Berg voller kleiner und großer Aufgaben und Herausforderungen stehen. Natürlich freuen wir uns auch auf schöne Augenblicke, die uns Stolz machen, auf das, was wir leisten und irgendwann blicken wir zurück und sagen uns, das war es Wert!
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