von ALT zu NEU

Monat: November 2021

Das Loch…

… in der Wand läßt meinen Mann nicht schlafen. Morgen ist es soweit und der Dachstuhl wird aufgeschlagen. Ich merke schon den ganzen Tag, dass Männe sich Sorgen macht. Klappt alles? Passt alles? Die Stunde der Wahrheit ist nicht mehr weit. Ich mache mir keine Sorgen, denn ich weiß, dass alles reibungslos funktioniert! Er hat die Höhen und Maße genau mit dem Zimmermann geplant, festgelegt und mehrmals kontrolliert. Sie sind Stunden auf dem Gerüst und der Baustelle mit Laser rumgeklettert und haben alles in den Plan eingetragen. So genau und akribisch, wie mein Mann ist, kann nix schief gehen.

Was es mit dem Loch auf sich hat? Genau da, muss der Firstbalken ins alte Gebäude hineingeschoben werden. Passt er nicht, passt auch der Rest nicht… also Daumen drücken.

Loch in der Wand – Verbindung zwischen Alt und Neu
Gerüst wird noch umgebaut
Alles startklar!

Nachmittags kommt der Gerüstbauer und baut noch ein paar Dinge um, damit die Zimmermänner morgen auch wirklich überall sicher dran kommen und ihnen nichts passiert.

Sicherheit geht vor!

Holz gucken

War einer von euch schonmal in einer Zimmerei? Falls ihr baut und die Gelegenheit habt zu sehen, wie euer Dachstuhl zugeschnitten wird, dann hin! Ich bin ja eher der Typ Frau, den mein Schatz mit einer Werkzeugtasche oder einem Besuch im Baumarkt mehr Freude machen kann, als Klamotten zu shoppen. Daher bin ich auch ganz aufgeregt, als es heute in die Zimmerei geht, um zu sehen, wie unser Dachstuhl gefertigt wird.

Da freuen sich aber zwei
Ich und mein Holz
Holzbalkenzuschneidemaschine oder so…
Der Dachstuhl auf dem Plan

Ich staune nicht schlecht, denn hier geht fast alles automatisch. Damit wenig Verschnitt anfällt, berechnet der Computer genau die Reihenfolge, in der die Balken geschnitten und gesägt werden. Total faszinierend… jedenfalls für mich. Ein Balken kommt an, wird auf Länge gesägt, dann wird der Auflagepunkt für den Sparren auf der Fußfette gefräst. So kommt ein Balken nach dem anderen dran. Abbundmaschine heißt es… habe ich mir nachher sagen lassen.

Viel Holz auf der Hütte!

Schwebebalken

Der erste Stahlträger schwebt ins Haus, auf dem die Galerie aufliegen soll. Ich glaube, man sieht ihn sogar in Polch durch die Luft fliegen und ich würde gerne aus seiner Perspektive auf unseren Bau schauen. Wie mit Google Earth.

Schwebebalken
Da sitzt der Träger unter der Galerie
Schwebebalken II
Galerie und der zweite Stahlträger
Decke über der Werkstatt
Alles neu, statt Kappendecke

Der zweite Stahlträger dient dazu, den Dachstuhl abzustützen. Eigentlich sollte dort eine dicke, vertikale Stütze die Dachlast auffangen. Ein Pfosten Mitten im Wohnzimmer? Ich finde, er hätte das tolle Raumgefühl gestört und überhaupt, wie sollte man da gescheit eine Couch hinstellen… ähhh ne… das möchten wir nicht! Jetzt haben wir eine gute Alternative – der Balken ist hoch oben, stört nicht und man kann ne ganz tolle Beleuchtung dran hängen. Oder Deko? An Weihnachten Kugeln, an Ostern Eier, an Karneval… ich schweife ab. Das will Mann bestimmt noch nicht hören.

Planung ist alles!

De Zooch kütt…

… oder der Bahnhof im Wutzestall.

Unser Dachstuhl kommt bald! Vorher muss noch die Galerie und die neue Decke im alten Stall eingebaut werden. Sprich, die alte und sehr marode Kappendecke muss weg. Sie ist meiner Meinung nach einsturzgefährdet und ich habe mich noch nie wohl gefühlt, darauf rumzulaufen. Wenn wir das ganze Haus schon um- und neubauen, dann richtig!

Alte Decke
schon halb weg
Tatsächlich Eisenbahnschienen

Was von der Decke übrig geblieben ist, sind alte Eisenbahnschienen. Ja, so hat Männe auch geguckt. Wer weiss, wo sie abgefallen sind. Vielleicht beim Erneuern der Gleise hier in der Nähe, als auf dem Radweg noch die Eisenbahn fuhr? Sie erfüllten jedoch ihren Zweck und dürfen es weiterhin tun.

Hier fährt kein Zug mehr!

Kartoffelacker

Parallel zu den Aussenarbeiten gehts im Haupthaus mit dem Küchenboden weiter. Leider können wir die alten Dielen nicht erhalten. Sie sind total morsch und unansehnlich. Selbst abschleifen würde da nicht mehr helfen.

Unter dem Boden kommt eine dicke Schicht Dreck und Erde zum Vorschein. Darunter befindet sich das Kellergewölbe.

Unter den alten Dielen…
…können wir nun Kartoffeln pflanzen.

Ein Bild und eine kurze Nachricht per Handy „Schatz, wir können direkt in der Küche Kartoffeln anbauen!“ erfreuen mich nicht wirklich!

Küche statt Feld!

Beton 2.0

Das Betonauto rollt zum zweiten Mal auf den Hof. Unser Gebäude hat nun ein ganz anderes Gesicht. Die Mauern über Garage und Werkstatt sind gut 1 m höher als vorher und auch die Wände im Wohn-/Esszimmer, wie auch im Bad stehen nun.

Rüssel in die Schalung halten…
…auch ganz hoch oben…
…und alles sorgfältig kontrollieren

Habe ich schon erwähnt, dass ich einen wirklich genialen Bauarbeiter geheiratet habe? Ja? Er hat die benötigte Betonmenge bis auf 2 Eimer genau ausgerechnet, was bei dem Ringanker gar nicht so einfach ist. Respekt!!

Mauern halten zusammen!

Eisen

für die Bewehrung. Jede Menge davon kommt heute in die fertige Schalung für den Ringanker. Bei schönem Wetter fällt es auch leichter, unter freiem Himmel zu arbeiten. Es geht langsam aber sicher auf den Winter zu und wir liegen gut in unserem Zeitplan.

Eisen und kein Ende
Giebelwand zum Garten
Blick in die Einliegerwohnung
Wieder Nachtarbeit

Seit der Zeitumstellung ist es mal wieder viel zu schnell dunkel. Ich hasse es! Man hat das Gefühl, 17:30 Uhr wäre schon tief in der Nacht. Im Sommer kann man um 21 Uhr noch arbeiten und braucht kein künstliches Licht!

Freu mich aufs Frühjahr!

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